16.12.2007

Der Berg ruft!

Harderride, heute mit El Presidente und den Enduros, hat Spass gemacht über Eis und Schnee zu brettern. Es war zwar heute ziemlich viel kälter als gestern weil die Sonne nicht geschienen hat, in dem Sinn knackige Trails und knackige Ohren.

15.12.2007

Die richtige Reifenwahl

Der heutige Harderride war richtig geil, teilweise im Schnee aber immer mit gutem Grip, auf die Reifenwahl kommts halt an.

Ich habe beim Wheeler noch am Gabel- und Dämpfer Setup rumgemacht, nach der ersten Harder-Abfahrt letzte Woche wollte keine richtige Freude aufkommen. Ich habe die Federelemente nun mit richtig viel Luft befüllt, dass heisst ich fahre jetzt fast ohne SAG, im Gelände heute hat sich das aber voll bewährt, der Ride war super....... und deshalb mache ich das morgen grad nochmals!

12.12.2007

Biketouren

Ich habe mal vor Jahren diverse Biketouren-Beschriebe verfasst, ich wollte eigentlich ein "Buch" mit Touren in der Jungfrauregion erstellen, leider habe ich keinen Verleger gefunden ;) und habe es anschliessend selber "verlegt". Nun ist es mir wieder in die Hände gekommen und ich poste hier einige der Beschriebe.

Horn of the FOOLs, zu deutsch Faulhorn
Wir nehmen es gemütlich, besteigen in Interlaken Ost den Zug nach Grindelwald unsere Bikes verladen wir in einen Gepäckwagen. Wir geniessen die Fahrt nach Grindelwald durch die Dörfer Wilderswil, Zweilütschinen und Burglauenen. Wer es gerne härter mag schwingt sich in Interlaken auf s Bike und bewältigt die 20 Kilometer Strecke mit 500 Höhenmetern nach Grindelwald. Wer weiterhin gerne strampelt nimmt die Strasse zur Grossen Scheidegg unter die Stollen, weiter über die Forststrasse gegen die First zu. Wir hingegen nehmen unsere Bikes aus dem dunklen Gepäckwagen und radeln die kurze Strecke vom Bahnhof in Grindelwald zur Station der Firstbahn. Die Sechsergondel bringt und dann via Zwischenstation auf die First auf 2100 müM, mit atemberaubender Aussicht auf das Jungfraumassiv. Mit genügend Flüssigkeit und Verpflegung geht’s dann auch für uns ans Kalorienvernichten. Die ersten Rampen sind extra steil, man sehnt sich nach der Gondel zurück. Zum Glück wird das Gelände bald flacher und wir cruisen dem Bachalpsee entgegen. Vor uns jedoch türmt sich schon bedrohlich das Faulhorn mit seinen knapp 2700 müM auf, wir erahnen schon was uns erwarten könnte. Am Bachalpsee geniessen wir eine kleine Rast, und geniessen dann die Fahrt auf dem Trail dem kleinen See entlang.
Nun geht’s aber zur Sache, die Rampen hinauf gegen das Piece de Resistence sind extrem steil, immer wieder schieben, kurze Stücke fahren, um wieder zu schieben. Wir sind schon froh über unsere versenkbaren Federgabeln, aber die meisten Steigungen würde man nicht einmal mit dem Rennvelo meistern. Die Wandere die uns begegnen schütteln ungläubig die Köpfe, können sich aber eine gewisse Schadenfreude nicht verbergen. Viele geben ihrer Verwunderung Ausdruck und können sich nicht vorstellen wo wir denn da runterfahren wollen. „Von der Schynigen runter natürlich!“ entgegenen wir, das Kopfschütteln wird dadurch allerdings nicht weniger. Als Wir dann nach mühevoller Fahrt, Velowanderung und Schlepperei die „Reeti Hütte“ erreichen sehen wir uns dem Ziel schon sehr nahe.
Weiter entlang der Bergwanderweges wird’s weniger steil, wir können den Rest der Strecke wieder radeln, zwar immer noch mühevoll, da wir jetzt im ersten Schnee des Jahres fast stecken bleiben. Wenig unterhalb des Berghotels Faulhorn zweigt der Weg Richtung Schynige Platte ab. Endlich können wir uns vom Rückenballast befreien wir montieren die Protektoren und Helme und stürzen uns den ersten Singletrail runter. Das Gelände auf den ersten Kilometern ist sehr steinig, hochalpines Geröll halt und wie der Name Faulhorn schon sagt ist das Gestein am Berg „faul“. Es geht relativ Flach dahin immer wieder kleine Aufstiege wechseln sich mit knackigen Downhills ab.
Auf halber Strecke zur Schynigen Platte erreicht man das Berghaus Männdlenen 2344 müM, wo man mit Speis und Trank verköstigt wird, pennen geht hier übrigens auch. Zur Hütte runter führts über eine steinerne Treppe mit teils sehr hohen Abschlägen, auf der rechten Seite geht’s steil den Berg runter, ein eigenartiges Gefühl macht sich im Magen breit. Der Wirt erwähnt das in diesem Jahr ein Biker oben raus geflogen ist, zum Glück sei ihm nichts Schlimmes passiert, hatte offenbar an diesem Tag nicht nur einen Schutzengel. Auf der ganzen Strecke hat man eine wunderbare Aussicht ins Tal hinunter und auf die Bergketten links und rechts. Der Weg schlängelt sich entlang der Bergflenken mal wieder einbisschen rauf aber die meiste Zeit mit mässigem Gefälle der Schynigen entgegen, so muss Freeriding sein es kann nichts schöneres geben. Die Sonne verabschiedet sich langsam als wir über Bergwiesen und Alpwege einen letzten kleinen Aufstieg zum Restaurant auf der Schynige Platte erklimmen.
Das geht ganz schön in die Beine immer rauf und runter, aber das war es wert, es liegen ja auch nochmals 1500 Höhenmeter Abfahrt vor uns jedoch ohne jemals wieder einen Meter Uphill.
Der fahrtechnisch schwierigste Teil der Strecke beginnt jetzt. Über steinige Trails erst der Bahnlinie entlang um dann links weg zu tauchen einer steilen Felswand entlang dem ersten Waldstück entgegen. Auf seifig, glatten felsigen Wegen geht es der Zwischenstation Breitlauenen entgegen, hier sind gut haftende Reifen gefragt, sonst gibt’s blaue Flecken.Ab der Breitlauenen, zuerst über eine Alpwiese dann hinein in den Wald über den griffigen Waldboden zu Tal brausen. Es hat schon fast eingenachtet als wir in Interlaken ankommen. Auf der Höhenmatte zwitschern wir noch ein Bierchen und freuen uns über das Beste was wir heute machen konnten.


Lobhornhütte
Wir starten in Interlaken zu unserer Hüttentour, über Wilderswil, Gsteigwiler und Zweilütschinen gelangen wir über breite Forststrassen nach Lauterbrunnen 850 müM. Kurz nach der Talstation der Mürrenbahn zweigt die Strasse rechts ab gegen Isenfluh und und Mürren. Zuerst auf geteerter Strasse dann über Forst und Wanderwege gelangen wir auf 1350 müM und geniessen den Ausblick auf die Lütschinentäler. Nach einer kurzen Abfahrt bewältigen wir den Aufstieg gegen Sulwald. Etwa 500 Meter unter Sulwald fahren wir links von der Strasse ab auf einen Forstweg, überqueren den Sulsbach mit wunderschönem Wasserfall und gelangen durch einen kurzen Tunnel und auf einem Alpweg auf Sousläger. Jetzt befinden wir uns auf 1650 müM und bestaunen den grossen Talkessel, der Bergbach schlängelt sich vor uns und die Kühe grasen friedlich in der Sonne. Unsere Route führt uns nun rechts den Berg hinauf, es ist schon von unten ersichtlich, dass wir wohl den grössten Teil des Aufstiegs unsere Bikes schieben müssen. (Eine 2. Variante ist der Aufstieg ab Sulwald auf dem Bergwanderweg Richtung Lobhornhütte, die beiden Wege treffen sich auf etwa 1700 müM auf Chüebodmi oder weiter oben auf der Alp Suls 1950 müM.)
In den ersten steile Passagen begegnen uns einpaar Wandersfrauen und sie versichern uns, dass es gleich einwenig flacher dahin geht, hoffen wir es. Tatsächlich nach den ersten mühsamen Tragpassagen geht’s flacher dahin, der Fussweg ist allerdings sehr schmal und es braucht schon fahrerisches Können um die Passagen auf dem Rad zu meistern. Wir haben uns einen herrlichen Tag für die Tour ausgesucht, es ist Hochsommer und der Schweiss läuft uns über den ganzen Körper, wir sind schon nach kurzer Zeit pitschnass. Immer wieder müssen wir unsere Bikes schultern, der Weg erstreckt sich durch Tannenwälder und über Alpwiesen, zum Glück nähern wir uns nach etwa eineinzweitel Stunden der SAC Hütte unterhalb der Lobhörner.
Der Hüttenwart beäugt uns einigermassen verwundert, sieht wohl nicht so viele Biker hier oben. Wir bestellen Sprudelwasser und ein Sandwich und erfreuen uns an der imposanten Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau, die Berge scheinen zum Greifen nah. Wir befinden uns nun auf 2100 müM, es fehlen uns noch etwa 100 Höhenmeter bis zum Kulminationspunkt.
Weiter geht’s! Vorbei an knorrigen Tannen, Linkerhand befindet sich ein kleiner Bergsee, das Sulsseewli, im blauen Wasser spiegeln sich die Berggipfel. Oben angekommen ist der Ausblick auf die andere Talseite nicht weniger schön als vorher, der Brienzer- und Thunersee, der Niesen und der Brienzergrat erstrahlen vor uns.
Endlich beginnt die Abfahrt! Die erstem Meter riden wir noch über Alpwiesen, aber schon bald geht’s über einen etwa 1 Meter breiten Pfad durch eine riesige Geröllhalde. 50 Meter tiefer sind steile Felswände, ab da währe der Fall verheerend, 100- 200 Meter Freierfall mit Fallschirm vielleicht zu bewältigen aber ohne…..!?Es ist wirklich imposant dieser erste Teil des Downhills, Links steil 500 Meter nach oben, auf der rechten Seite steil 200 Meter nach unten, da gilt es sich auf den schmalen Pfad zu konzentrieren. Am Ende des Schotterweges erreichen wir Bällenhöchst 1900 müM, eine Art Pass über den wir ins Saxetental gelangen. Weiter unten sehen wir bereits vereinzelt die Hütten der Maiensässe. Nun fahren wir wieder über Alpwiesen dem Tal entgegen, die Strecke ist nicht vorgegeben, wir kurven kreuz und quer über die Weiden, ohne natürlich die Kühe zu erschrecken, wir wollen ja nicht das sie am Abend saure Milch geben.
Weiter unten geht’s in den Wald hinein. Der Bergwanderweg führt durch verblockte Passagen hindurch, grosse Tritte und steile Rampen vordern einiges an fahrtechnischem Können. Unten raus Richtung Underberg wird das Gelände flacher und wir lassen es noch mal so richtig krachen.
Wir bleiben dem Wanderweg treu und nehmen die knackige Abfahrt nach Saxeten 1100 müM. Ein kurzer Teil der restlichen Strecke müssen wir auf der Hauptstrasse Saxeten- Interlaken absolvieren, bevor wir rechterhand beim „Holzerplatz“ zuerst auf einer breiten Forststrasse und dann wieder auf dem Wanderweg Richtung Wilderswil heizen. Der Downhill der jetzt kommt ist etwas von rasantesten in unsere Region, man fliegt richtiggehend den Berg hinunter. Alles im Wald über verwurzelte Trails, die Steilwand Bobruns hinunter, alles fliegt so schnell an einem vorbei der absolute Genuss. ABER VORSICHT! Man quert 3 mal die Hauptstrasse und da kommen manchmal Autos! In Wilderswil angelangt, Richtung Interlaken durch den Rugenwald kann man sich noch mal die Bilder des Tages durch den Kopf gehen lassen. Hat sich doch gelohnt die Schinderei.



Abendberg in verschiedenen Variationen

Die Klassische über Saxeten
Wir starten bei der Talstation der Heimwehfluhbahn, kurbeln auf der asphaltierten Strasse rauf gegen den Rugen und biegen nach 250 Metern rechts ab in Richtung Abendberg. Wer es gern heftig mag nimmt die Forststrasse mit einer steilen Rampe gleich zu Beginn. Gemütlicher geht’s über die Nebenstrasse der Heimwehfluh zu, allerdings treffen sich die beiden Strasse wieder nach etwa einem Kilometer und 100 Höhenmetern. Nun folgen wir der Forststrasse und die Steigung ist immer noch erheblich, gleichmässig zwar aber immer so 10 % und mehr. Auf halber Strecke erreichen wir eine Lichtung wo sich Links weg die erste Abfahrtsmöglichkeit runter gegen Wilderswil bietet. Ich werde die verschiedenen Downhills später beschreiben. Wir schleichen weiter den Berg rauf durch dichte Wälder, manchmal der Felswand entlang, immer weiter auf der breiten Forststrasse. Nach etwa einer Stunde Uphill erreichen wir das alte Kurhaus auf dem Abendberg 1100 müM, früher waren hier die reichen Leute aus den Städten zur Kur, in der Zwischenzeit lebt eine Familie das ganze Jahr über hier oben.
Wir lassen das Kurhaus allerdings rechts liegen und nach weiteren 200 Metern des Anstiegs verlassen wir die Forststrasse und schwenken links weg in Richtung Saxeten 1270 müM. Wir befinden uns jetzt auf einem Bergwanderweg, die ersten 10 Minuten müssen wir die Bikes schultern, es geht steil rauf und der Weg ist zudem sehr schmal.
Nun nach 90 Minuten des Schmerzes ziehen wir die „Schutzkleidung“ über und ab geht die Post. Wie eine Kerbe schlängelt sich der Pfad durch den ersten Wiesenabschnitt, bevor wir in den Wald eintauchen. Über wurzelbepackte und teils steinige Singletrails jagen wir den Berg hinunter, auf halbem Weg nach Saxeten erreichen wir die Stelle der Abfahrt die am meisten Fahrkunst benötigt, Haarnadelkurven in steilem Gelände, wenn man sich hier verschätzt rutscht man ganz weit runter, also für Ungeübte lieber absteigen als zu viel riskieren.
Weiter geht’s immer alles dem Wanderweg entlang. Als wir unten dem Wald entweichen scheint uns die Sonne in Voller Pracht entgegen, wir blinzeln ihr entgegen und freuen uns schon auf das „Dessert“.Wir fahren nun nach Rechts und erreichen nach etwa 500 Metern Saxeten. Eine Abfahrtsvariant währe der Wanderweg Linkerhand runter, mit verblockten Passagen, teilweise aber auch über Forstwege, ich empfehle die folgende Variante: Ab Saxeten müssen wir weitere 500 Meter auf der Hauptstrasse zurücklegen. Beim Holzerplatz führt unsere Route Links weg dem Wanderweg nach Wilderswil entgegen. Wieder auf der Forststrasse kurven wir über einen kleinen Sprung Linkerhand auf den Wanderweg. Wir befinden uns nun wieder im Wald, über wurzlige Singletrails und enge Kurven nähern wir uns einer Art Bobrun mit steilen Anliegern, früher wurden hier die gefällten Bäume dem Tal entgegen geschleift. Mit vollem Speed durchqueren wir Steilwandkurven aber immer ein Finger an der Bremse es könnten ja Wandersleute unterwegs sein.
Jetzt müssen wir ein erstes mal die Hauptstrasse überqueren also aufgepasst auf die Autos. Weiter geht’s im gleichen Stil auf trockenem und griffigem Waldboden über den superschnellen Trail dem Tal entgegen. Nach der zweiten Strassequerung rechts runter und schon bald erreichen wir die dritte Querung. Ein Stück folgen wir nun der Hauptstrasse dann wieder dem Wanderweg und zum Schluss ein kurzes Stück dem Vitaparcours entlang. Wir befinden uns jetzt in Wilderswil, cruisen durch das Dorf und fahren links oben dem Rugen entgegen wieder über Wanderwege und teils über Strassen erreichen wir nach zweieinhalb Stunden den Ausgangspunkt unserer Tour, die Talstation der Heimwehfluhbahn.
Um den Downhill ab Saxeten zu fahren, kann man auch mit dem Postauto oder per Bike nach Saxeten gelangen und dann den Trail runter wie oben beschrieben. Ist einbisschen weniger Anstrengend wie zuerst den Abendberg zu bezwingen. Man hat aber andererseits auch nur das halbe Abfahrtsvergnügen.

Kurhaus Variante 1
Beim Kurhaus angelangt benützt man den Wanderweg rechts runter Richtung Heimwehfluh/ Interlaken. Zuerst fahren wir dem Waldrand entlang, dann in den Wald hinein über griffige Waldwege immer mit schönem Speed. Es geht einfach immer der Nase nach, verfahren kann man sich eigentlich nicht, es gibt nur den einen Weg runter. Zwischndurch muss man kurze Stücke der Forststrasse entlang fahren, meist nur überqueren und auf der anderen Seite geht’s wieder dem Wanderweg entlang.

Kurhaus Variante 2
Beim Kurhaus benützt man den Wanderweg zur linken Hand, dieser führt ebenfalls in Richtung Heimwehfluh ist aber unwegsamer als die erste Variante. Hier ist mehr Fahrgeschick gefragt, diese Route durch den Wald mit dichtem Unterholz ist meist feucht und glitschig und zudem geht’s seitwärts steil den Wald runter. Also unbedingt ohne Abwurf durchschlängeln wer weiss wo man sonst landet! Auch auf dieser Route kann man sich eigentlich nicht verfahren, einfach immer abwärts und es stimmt so.

Gegen Wilderswil runter
50 Meter ehe man zum Kurhaus abbiegt fährt man rechts ab, beim Wegweiser vom Wanderweg. Man benützt nun die alte „Strasse“ welche vor dem Bau der Forststrasse als Auffahrt zum Abendberg genutzt wurde. Auf dieser Abfahrt kreuzt man immer wieder die Forststrasse, es befinden sich grobe Wasserrinnen als Wegentwässerung in der Fahrtrichtung also aufgepasst die „Snakebits“ warten. Auf etwa halber Strecke erreicht man die Lichtung, hier geht die Fahrt oberhalb der Alphütte scharf Rechts, man überquert ein Bächlein kommt über einen Wiesensprung (siehe Foto) und biegt dann in den Wald ein. Über den wurzelbepackten Trail steuern wir runter Richtung Wilderswil.
Richtig deftig zur Sache geht’s hier im unteren Teil der Strecke. Durch ausgewaschene Wege, ein Bachbett, über Tritte und durch Spitzkehren wird Fahrkönnen verlangt. Im unteren Teil gibt’s zwei Varianten um nach Wilderswil zu gelangen, es sind beide Wege gekennzeichnet durch gelbe Wanderwegschilder. Rechts geht’s durch grobes Gelände im Wald, Bachbett und über Wurzeltrails, Links erstrecken sich lange Treppenpassagen über steile Wiesen hinunter nach Wilderswil.

Bis ganz oben
Man nehme die „Klassische“ und biege auf 1270 müM nicht nach Links ab sondern fahre weiter auf der Forststrasse. Mit gleichmässiger Steigung fahren wir, immer der Nase nach bis der Weg zu Ende ist. Wir befinden uns nun auf 1570 müM. Auf der linken Seite führt uns der Wanderweg steil runter Richtung Saxeten, die ganze Abfahrt befindet sich im dichten Wald, es ist also meist einbisschen feucht und glitschig weil die Sonne das dichte Blätterdach der Bäume nur schwer durchdringt.
Der Singletrail ist technisch anspruchsvoll, weil das Gelände so richtig abschüssig ist,ist Vorsicht geboten, man gewöhnt sich aber schnell an den Untergrund und den Nervenkitzel braucht es ja auch zwischendurch.

Abendberg und Heimwehfluh im Allgemeinen
Der Abendberg und die Heimwehfluh sind unser Nahbikegebiet mit dem Harder zusammen. Es erstrecken sich unzählige Forst- und Wanderwege durch die Wälder. Ein Paradies für die Abendrunde aber auch für eine ausgedehntere Tour. In diesem Gebiet sind relativ wenig Wanderer unterwegs was ein zusätzlicher Anreiz ist. Denkt aber trotzdem dran vor allem auf den Wanderwegen aber auch sonst, seid freundlich und zuvorkommend mit den Fussgängern. Man kann hier wirklich Freeriden, die relativ problemlos zu fahrenden Forststrasse rauf und dann einfach irgendwo einen der vielen Wanderwege/ Singletrails runter entweder Richtung Interlaken, Wilderswil oder Saxeten.



Der Harder in 4 Variationen, Hardermanndlitrails

Der Aufstieg bis ins Bleiki
Der erste Teil des Aufstiegs ist bei allen 4 Variationen der Gleiche. Bei der Talstation der Harderbahn auf der Hauptstrasse vorbei, nach etwa 200 Metern Links auf die Forststrasse einbiegen. Nun gelangt man zum Tierpark und wir folgen weiter der Forststrasse. Mit gleichmässiger Steigung fahren wir den Harder rauf, geniessen die wunderbare Aussicht auf das „Bödeli“ und beraten welche der Abfahrten wir heute unter die Stollen nehmen.
Die Sonne brennt unbarmherzig auf uns nieder, Wahnsinn diese Schinderei. Bis kurz unterhalb vom „Bleiki“ ist der Aufstieg, egal welchen Downhill man fährt, der Gleiche.

Bleiki- Goldswil- Interlaken- Unterseen
Wir erreichen nach knapp 5 Kilometern Aufstieg das Bleiki 1000 müM. Durch dicht Büsche rauschen wir den ersten Singletrail runter. Dann tauchen wir in den Wald hinein um auf steilen, steinigen, mit Serpentinen durchsetzten Wegen dem Tal entgegen zu brettern. Über dem Dorf Goldswil fahren wir dem Waldrand entlang einen kurzen Aufstieg. Weiter folgen wir dem Trail durch den Wald Richtung Interlaken. Wir queren die Aufstiegsroute um gleich wieder einen der Wanderwege auf einen kleinen Aussichtspunkt, wo schon der Komponist Mendelssohn vor 150 Jahren Inspirationen sammelte, zuzusteuern. Nun geht die Route Rechts weiter und wir fahren in Richtung Unterseen mal rauf mal runter. Zum Schluss gibt es nochmals 3 enge, steile Kurven zu meistern bevor wir in der Goldey im Schatten des Hardermanndlis den Trail verlassen.

Aufstieg zur Hardermatte
Also Variante 2, etwa 100 Meter unterhalb vom Bleiki nehmen wir den Wanderweg rauf in Richtung Harder Kulm. Von hier an ist Schluss mit Fahren, etwa 45 Minuten Fussmarsch sind angesagt. Wir erreichen die Hardermatte, wunderbare Aussicht auf den Thunersee, von hier weg gibt es drei Abfahrtsvarianten. Die erste ist der Wanderweg Richtung Interlaken/ Unterseen von der Matte Halblinks weg. Die zweite Variante ist auch in Richtung Unterseen aber von der Matte Nordwestlich diesen Wanderweg runter. Die dritte Abfahrt geht den gleichen Weg zurück wie wir gekommen sind.

Der gleiche Weg zurück
Da kann man es richtig rauschen lassen! Auf gerader Strecke mit mässigem Gefälle cruisen wir den hinaufgestiegenen Wanderweg zurück. Ab dem Bleiki kann man die bereits beschriebene Variante Linkerhand über Goldswil nehmen oder den Wanderweg der gerade den Berg runter in Richtung Interlaken führt befahren. Man fährt den ganzen Weg durch den Wald, der Trail ist mit vielen Wurzeln gespickt, es hat felsige Passagen. Spitzkehren und Sprünge, kurz alles was des Freeriders Herz bewegt. Im Sommer sind auf diesem Weg allerdings am meisten Wanderer unterwegs nehmt also Rücksicht. Beim Mendelssohn Aussichtspunkt mündet die Route in die Goldswil Variante ein und man fährt auf dem gleichen Trail weiter Richtung Goldey.

Der Elfenweg
Den Elfenweg rauffahren? „Das geht ganz easy“ sagt der Max, also wenn er es schafft, dann ich mit Bestimmtheit auch! Es ist aber wirklich ein grauenhafter Kampf, ständig steigt das Vorderrad in die Höhe, man muss sich auf Sachen konzentrieren auf die man sonst nie schaut, ich glaube das Bike den Berg rauf schleppen wäre easier! Der Elfenweg ist ab dem Bleiki mit gelben Wanderwegtafeln beschildert und führt in einem Bogen rechts den Harder herum. Oben wird der Weg flacher und wir fahren rüber ins Restaurant Harder- Kulm und löschen den Durst mit gelber Flüssigkeit. Es gibt nun die Möglichkeiten, den Elfenweg wieder runterzufahren, den Wanderweg runter zur Hardermatte, mit vielen kaum zu fahrenden Treppen und Serpentinen, oder den kurzen Aufstieg zum Hardergrat. Wir entscheiden uns für die Gratwanderung.

Hardergrat
Den kurzen Aufstieg vom Kulm meistern wir locker. Die Aussicht auf das Bödeli, den Brienzer- und Thunersee und die Jungfraukette sind etwas vom Schönsten in der Region. Am linken Thunerseeufer ragt der Niesen wie eine Pyramide in den Himmel, leider befördert die Niesenbahn keine Bikes mehr war auch immer eine Freude den 1700 Höhenmeter Downhill vom Berg runter ins Tal zu meistern. Das nur so am Rande. Wir montieren unsere Kopf-, Arm-, Rücken- und Beinschützer und rocken Richtung Tal runter. Durch den Wanniwald hinab erreichen wir bald den Elfenweg und folgen diesem bis runter ins Bleiki. Von hier weg hat man dann wieder die diversen Varianten bis ganz runter ins Tal.

2 Abfahrten nach Unterseen
Wir befinden uns auf der Hardermatte. Von hier führen uns 2 Wanderwege nach Unterseen. Der Eine geht rechts in Richtung Habkern und der Andere links runter nach Unterseen. Wir folgen zuerst dem Wanderweg Richtung Habkern, oben technisch und teilweise verblockt ab der Mitte flowig und das reinste Vergnügen im untersten Teil düsen wir durchs „Rizzli“, perfekter Freeride bis wir in St. Niklausen landen.
Der Wanderweg links geht direkt nach Unterseen, von der chrakteristik gleicht er den andern Trails vom Harder runter, teils schnell und teils technisch, in der Goldey verlassen wir den Trail.



Beatenberg- Waldegg- Alpiglen- Habkern- Unterseen- Interlaken

Wir besteigen in Interlaken am Westbahnhof das Postauto welches uns in 15 Minuten nach Beatenberg- Waldegg befördert. Wer es lieber auf die harte Tour mag der kann die Hauptstrasse oder den „alten Weg“ nach Beatenberg hinauf benützen, ist aber streng 10 Kilometer mit etwa 600 Höhenmetern. Auf der Waldegg schwingen wir uns in die Sättel und pedalen gemütlich Richtung Mittelhag, von hier geht der Forstweg nach Habkern runter, wir jedoch folgen der Schotterstrasse Links Richtung Alpiglen. Schon bald wird aus der Forststrasse ein Alpweg, wo links und rechts die Kühe friedlich grasen.
Patsch ein Palttfuss, beim Uphill was soll denn das? Leichtbau bei den Schläuchen, das ist nie der richtige Weg ein Freeridebike leichter zu „tunen“! Also Downhillschlauch einlegen, Reifen aufziehen und weiter geht’s. Auf Alpiglen, 1560 müM angelangt, machen wir erst mal eine kleine Rast, schliesslich haben trotzdem Postautoshuttle jetzt gut 500 Höhenmeter in den Beinen.Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten um nach Habkern zu gelangen, entweder weiter rauf auf die Bärenegg 1678 müM und dann hinunter, oder direkt auf dem Wanderweg ab Alpiglen nach Habkern. Da wir keinen Bock haben noch mehr Höhenmeter zu fressen, entscheiden wir uns für die Easyvariante, „diretissima“ Habkern entgegen. Der erste Teil des Downhills geht über Bergwiesen hinunter, durch teils tiefe Furchen und Gräben die von den Kuhherden ins sumpfigen Gelände gestampft wurden. Weiter riden wir durch den Wangwald über Wanderwege durch das dichte Unterholz. Etwa 200 Höhenmeter über Habkern verlassen wir den Wald. Es ist gerade Heuernte, das Gras ist ganz kurz geschnitten und die Bauern sind die letzten Reste Heu am einbringen. Kurzentschlossen entscheiden wir und direkt über die Wiesen zu rocken direkt dem Dorf entgegen. Einpaar Landwirte die noch beim Heu zusammenrechen sind brüllen herum was das Zeug hält. Im Grossen und Ganzen sind wir ja nicht so, das heisst wir knallen nicht über Wiesen und Heiden die bearbeitet werden hinunter, aber wenn sich es so anbietet kann man einfach nicht wiederstehen. Man sieht ja auch kaum Spuren von uns geschweige denn, dass wir das Gras platt walzen. Auf jeden Fall war das Herumgebrülle vergebens.
In Habkern angekommen fahren wir im Dorfzentrum Rechts weg Richtung Interlaken/ Unterseen, zuerst auf einer asphaltierten Strasse bis diese nicht mehr weiter geht. Dann links runter auf den Wanderweg dem Wald entgegen.Zuerst gibt es einpaar knifflige Passagen zu meistern, einige Treppenpassagen mit engen Kurven in steilem Gelände. Alsdann kann man es so richtig fliegen lassen über den Waldboden gespickt mit Wurzelpassagen und felsige Abschnitte. Teilweise richtig steil bolzen wir dem Talgrund entgegen. In Unterseen angelangt folgen wir dem Lommbach in Richtung Neuhaus. Hier sind ziemlich viele Fussgänger unterwegs, in moderatem Tempo cruisen wir durch die letzten Waldstücke unserer Tour. Bei herrlichem Wetter gönnen wir und ein Helles Blondes auf der Terrasse vom Seehotel und geniessen die Aussicht über den Thunersee.

07.12.2007

Cannondale Jekyll

Endlich habe ich mein Cannondale Jekyll fertig zusammengeschraubt, hat eine Weile gedauert aber was lange währt wird ja bekanntlich gut. Das Bike ist auf Marathon und XC ausgelegt, wobei ich eigentlich gar nicht weiss ob ich das je wieder machen werde. Um Touren zu fahren hab ich ja jetzt das Horni und Marathon und XC da zieht mich schon der Chrampf wenn ich nur dran denke. Also mal schauen ... nett sieht es auf jeden Fall aus.

06.12.2007

Erster Harder-Ritt mit Horni


Der Uphill geht so leicht wie mit dem Tourenbike, die Gabel absenken und blokieren, dem Dämpfer maximales Pro-Pedal rein drehen und opsi gehts.

Bei der Abfahrt spührt man den Unterschied zum Downhiller schon, alles viel unruhiger, zwar auch viel direkter aber die Linie will sorgfältig gewählt sein, sonst kommen die Federelemente viel zu schnell an den Anschlag. Ich bin mir den Downhill mit dem Leichtfreerider natürlich auch noch nicht gewöhnt aber das kommt schon noch, wenigstens gabs keinen Plattfuss.

05.12.2007

Sportlerehrung in Matten


Nick Beer wurde für seinen Schweizermeistertitel Elite Downhill 2007 von der Gemeinde Matten geehrt.

02.12.2007

Mein Wheeler Hornet ist da!


Das perfekte Enduro-Bike! Vorne 16 cm Hinten 15 cm Federweg, viergelenker Hinterbau, kräftige Bremsen und das bei 13.5 Kilo Gewicht.

01.12.2007

Harder mit Max und Romi




Vom Hardermandli ins Bleiki und dann runter Richtung Goldswil, mit Vollspeed und ohne Pause!
Filmli Teil 1 Hardermandli-Bleiki



Filmli Teil 2 Bleiki-Goldswil

Filmli Teil 3 Goldswil-Burned Pavillon