01.04.2009

Aprilscherz!?

Im Ride.ch gefunden:

Velomechaniker werden im TV verkuppelt

Castingshow gegen Personalmangel in Velobranche

«Bauer sucht Frau» war gestern: In der neusten Castingshow des Fernsehsendes 3plus buhlen Velohändler um die raren Mechaniker als Angestellte. Der Händlerverband SFMGV als offizieller Partner nimmt ab sofort Bewerbungen für die Sendung entgegen.

Nachdem die zweite Staffel der Sendung «Bauer sucht Frau» bereits nicht die gleiche Einschaltquote erreichte wie die erste Serie, hat der private TV-Kanal 3plus seine Pläne für eine dritte Staffel kurzfristig gekippt. Ein neues Format nach ähnlichem Strickmuster soll die Zuschauer nun wieder zurückbringen. Fündig geworden ist 3plus ausgerechnet in der Velobranche. Während der Sendung sollen einige arbeitswillige Velomechaniker verschiedene Geschäfte mit Personalnotstand besuchen. Die Fernseh-Zuschauer können dann live am Bildschirm mitverfolgen, wie die Velohändler um die Gunst ihrer möglichen Angestellten werben und ob sich diese auf das Jobangebot einlassen.

Nachvollziehbare Dramatik
«Die Situation der Fahrradhändler ist vergleichbar mit derjenigen der Landwirte», sagt Programmdirektor Torsten Prenter, «gute Mechaniker sind in der Zweiradbranche etwa ähnlich schwierig zu finden wie Frauen, die bereitwillig auf einen Bauernhof ziehen». Für ausrechend Dramatik sei gesorgt, weil zahlreiche Velohändler gerade jetzt zum Saisonbeginn verzweifelt auf der Suche nach einer helfenden Hand sind, glaubt Prenter. Mit dem Thema können sich nach Ansicht des Fernsehmanagers die meisten Zuschauer identifizieren: «Fast jeder Schweizer besitzt ein Velo und hat sich schon über die langen Wartezeiten für den Frühlings-Service geärgert», weiss Prenter.

Imagegewinn für die Arbeit im Velogeschäft
Als Partner konnte der 3plus den Schweizerischen Fahrrad- und Motorrad-Gewerbeverband (SFMGV) gewinnen. Dieser unterstützt den Sender mit Brancheninformationen und hilft bei der Auswahl der Händler, die sich um einen der arbeitswilligen Mechaniker bewerben wollen. «Für uns ist die neue Castingshow eine ideale Gelegenheit, auf die Nöte der Velohändler aufmerksam zu machen», sagt Verbandssekretär Daniel Schärer. Er hofft, dass der Beruf des Fahrradmechanikers durch die Sendung attraktiver wird und mehr junge Burschen und Mädchen sich für eine Lehre in der Zweiradbranche entscheiden. Natürlich will Schärer bei der Auswahl der Velogeschäfte darauf achten, dass das Velogewerbe auch wirklich gut abschneidet. «Als Eingeständnis an den Sender müssen wir aber auch einige typische „Leider Nein“-Kandidaten vorschlagen», bedauert Schärer.

Velohändler, die auf der Suche nach einem Angestellten sind und deshalb in der Castingshow dabei sein wollen, können sich ab dem heutigen 1. April beim Zentralsekretariat des SFMGV bewerben. Email-Bewerbungen mit einem Foto des Geschäftsführers, des Verkaufsraums und der Werkstatt werden laut Verbandssekretär Schärer bevorzugt behandelt.


www.sfmgv.ch
www.3plus.tv


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Jungfrauzeitung:

Eishockey | 01. April 2009

Todd Elik wechselt zum SCUI

Transfersensation des Jahres in der 1. Liga

Die kanadische Hockey-Kultfigur Todd Elik spielt die nächste Saison im Dress des SCUI. Den Deal eingefädelt haben Präsident Beni Knecht und Sportchef Markus Reist vom SCUI sowie Heinz Schlatter, CEO der SCL Tigers. Damit ist die Transfersensation des Jahres perfekt.

Elik ist die schillerndste, polarisierendste und umstrittenste Hockeyfigur der letzten Jahre. Zur Saison 1987/88 erhielt der Center seinen ersten Profivertrag bei den Colorado Rangers aus der International Hockey League. In der Saison 1989/90 schaffte er den Sprung in die NHL bei LA Kings. Nach weiteren Engagements bei den Minnesota North Stars, Edmonton Oilers, San Jose Sharks, St. Louis Blues und Boston Bruins wechselte er im Spieljahr 1997/98 in die Schweizer Nationalliga A zum HC Lugano. Weitere Stationen waren die SCL Tigers, der EV Zug und HC Davos. Im Sommer 2005 ging Elik für zwei Jahre ins Nachbarland Österreich zum HC Innsbruck, ehe er im Sommer 2007 zum SC Langenthal zurück in die Schweiz wechselte. Im Verlauf der Saison 2007/08 verpflichtete ihn dann der slowenische Klub HDD Olimpija Ljubljana, der in der österreichischen Eishockey-Liga am Spielbetrieb teilnimmt. Seit dem 30. Januar 2009 spielte der Kanadier wieder für die SCL Tigers, die einen Ersatz für den verletzten Jeff Toms benötigten.

Wird Elik nun auch hier zur Kultfigur?
Elik wird am 15. April 43 Jahre alt. Und er kann noch immer ein Leader einer Profimannschaft sein. Der Schlüssel zu seiner Langlebigkeit als Eishockeyprofi liegt in seiner Spielweise. Elik ist zwar einer der meistbestraften Spieler der Schweizer Eishockeygeschichte; fiel immer wieder wegen Provokationen, unnötigen Stockschlägen oder Schiri-Provokationen auf. Strafen wegen Faustschlägen oder krachender Bodychecks sind jedoch Fehlanzeige. Denn Elik ist kein gewalttätiger Bösewicht, sondern ein sanft dahin gleitendes Genie mit einem fanatischen Gerechtigkeitssinn. Es gibt in der gesamten Nationalliga keinen Spieler, der mit so wenig Kraftaufwand und mit einer solchen spielerischen Leichtigkeit läuft. Todd Elik ist ein Phänomen, er kann das Spiel lesen wie nur wenige es können. Zudem hat er ein herausragendes Stellungsspiel. Fast so berühmt ist auch seine Fähigkeit zum Trash Talk, den er sich in der NHL angeeignet hatte. Im Rahmen der angekündigten Zusammenarbeit mit den SCL Tigers wird nun Eliks B-Lizenz beim SCUI platziert. Der Kanadier steht den Steinböcken bis zum Start der NLA-Playoffs zur Verfügung. Ob Todd Elik im Oberland zum Volkshelden wird, wie dies im Emmental der Fall ist, wird sich zeigen.
Lüthi und Trittibach zu den Tigers

Im Gegenzug wechseln zwei Unterseener Urgesteine zu den SCL Tigers. Roland Lüthi und Bruno Trittibach erhalten die Chance des Lebens, um bei den Tigers Fuss zu fassen. Heinz Schlatter beobachtete beide seit längerem und ist angetan von ihrer Spielweise. «Lüthi ist ein verlässliches Bollwerk in der Verteidigung, er spielt souverän, ohne Schnörkelspiel ist er mit seinen NHL-Massen und dem perfektem Defensivspiel die ideale Ergänzung für unsere jungen Offensiv-Verteidiger», sagt Schlatter zum Spiel von Roland Lüthi. Auch für Trittibach findet er nur lobende Worte. «Er ist der Aggressivleader der 1. Liga, ein stetiger Unruheherd und bringt die gegnerische Verteidigung zur Verzweiflung. Sein Forechecking ist zudem erste Klasse. Genau ein solcher Spieler fehlte uns in der vierten Linie, um endlich die Playoffs zu erreichen und um zum Beispiel einen Jay Harrison vom EV Zug oder Shawn Heins von Fribourg-Gottéron zu zermürben. Zusätzlich können wir mit den beiden Spielern einige Fans aus dem Oberland mobilisieren und unseren Ruf als Landclub im Kampf gegen die Städter zementieren.»

Bei Anregungen und weiteren Inormationen wenden Sie sich bitte an Beni Knecht (praesident@scui.ch) oder Markus Reist (sportchef@scui.ch) vom SC Unterseen-Interlaken.

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