20.07.2009

IXS Cup Wiriehorn Bilder und Jungfrauzeitung!


Gratulationen im Ziel für die ersten Drei!




Marcel Beer nach dem Zielsprung!

Nick Beer im Ziel mit mehr als 10 Sekunden Vorsprung!


Mich Fuhrer im Hot Seat!



Säm Zbinden!

http://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/96328/
Downhill 20. Juli 2009

Nick Beers Erfolgsserie reisst nicht ab

Sieg bei Schweizer Downhill-Cup am Wiriehorn

Die Gebrüder Beer aus Matten gehören derzeit zu den besten Downhill-Fahrern der Schweiz. Besonders Nick Beer ist nach seinem EM-Meistertitel im Juni nicht mehr zu bremsen. Das zeigte er am Wochenende erneut beim iXS Downhill Cup am Wiriehorn.

Nick Beer auf seiner schnellen Fahrt zum Sieg – er hängte die Konkurrenz um zehn Sekunden ab.

Eigentlich war er ans Wiriehorn gefahren, weil er das zweite Rennen des iXS Swiss Downhill Cups als perfekte Vorbereitung auf den nächsten Wettkampf im Weltcup ansah. Doch auch im Training ist Nick Beer im Moment von niemandem zu schlagen: Er holte sich im Diemtigtal deutlich den Sieg. Er fuhr die Strecke, die über 2,8 Kilometer Distanz und 450 Höhenmeter führte, mit einer Zeit von 4:20.044. Damit knöpfte der Toprider, der seit diesem Jahr für das Team Scott 11 fährt, seinen Mitstreitern in der Elitekategorie der Männer mehr als zehn Sekunden ab. Bereits im Seeding Run hatte der 21-Jährige das restliche Feld mit einem Rückstand von rund 18 Sekunden hinter sich gelassen. Auch seinem Bruder Marcel, der für das Team GT/iXS fährt, reichte es auf das Podest: Der 23-Jährige wurde mit einer Zeit von 4:30.915 Dritter, nach dem Neuseeländer Nathan Rankin mit 4:30.799. Bei den Elite-Frauen war die Schnellste Miriam Ruchti, gefolgt von Martina Brühlmann und Noemi Derron.


Obschon er im Winter verletzt war, fuhr Marcel Beer am Wiriehorn auf den dritten Platz.

Matschige Strecke

Die Witterung war zumindest am Freitag und Samstag alles andere als gut. Aber weil Downhill-Biker in ihrer Schutzmontur bei jedem Wetter den Berg hinunterdonnern, fand auch das zweite Rennen des iXS Swiss Downhill Cups am Wiriehorn plangemäss statt. An den Trainings- und Qualifikationstagen verwandelte sich die Strecke in einen Bach und der Regen weichte den Untergrund auf. Für den Finaltag am Sonntag bedeutete das, dass der Kurs trotz Sonnenschein noch lange Zeit ziemlich glitschig und matschig war und erst am Nachmittag zum Finale zu trocknen begann. Für die insgesamt 268 Downhill-Biker aus neun Nationen war so aus der eigentlich eher zahmen Strecke eine wahrhafte Herausforderung geworden – «technisch ebenso wie konditionell», wie Streckenchef Martin Iseli erklärte. Die herausfordernde Strecke führte auch zu einigen spektakulären Stürzen – die meisten davon verliefen glimpflich. Nur am Samstag war es zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem ein Athlet mit dem Helikopter ins Spital geflogen werden musste, wie Iseli bestätigte.


Am Wochenende in Kanada

Das Niveau sei gerade wegen des Wetterpechs sehr hoch gewesen. «Bei schlechter Witterung bleiben nämlich Hobby-Fahrer eher zu Hause und es kommen dann vor allem die lizenzierten Fahrer», sagte Iseli. Von hohem Niveau war auch Nick Beers Run, der eine besonders erfolgreiche Mischung aus Kraft, Ausdauer und Konzentration fand. «Es war zwar sehr anstrengend, weil die Strecke so abgenutzt war. Aber ich habe alle Stellen so erwischt, wie ich mir das vorgestellt habe», bilanzierte er nach dem Rennen. Mit seinem Sieg vom Sonntag setzte Beer seine Erfolgsserie seit dem Sieg bei den Europameisterschaften vom Juni in Slowenien fort. Er hat vor rund zwei Wochen bereits das Auftaktrennen des iXS Downhill Cups in Chur gewonnen. Und auch in der Europaserie feierte er einen ersten Erfolg: Letztes Wochenende holte er im österreichischen Leogang den Sieg. Nun heisst es, auch bei den verbleibenden drei Weltcuprennen noch alles zu geben – dann nämlich könnte er sein Ziel, in die Top Ten der Weltrangliste vorzudringen, erreichen. Bereits am kommenden Wochenende steht für ihn und seinen Bruder Marcel in Quebec (Kanada) das nächste Weltcuprennen an.


SF begleitete Mattner

Weil er momentan der beste Downhill-Biker der Schweiz ist, hat das Schweizer Fernsehen Nick Beer während drei Tagen für das Sportpanorama vom Sonntagabend am Wiriehorn begleitet. Der Beitrag des Schweizer Fernsehens mit atemberaubenden Bildern von einer Abfahrt des Mattners ist online zu finden unter: sport.sf.tv.

Nachgefragt
Franziska Gertsch: Ihr seid heute beide aufs Podest gefahren. Zufrieden mit dem Lauf?

Nick Beer: Die eher einfache Strecke hat sich durch den Regen in eine anstrengende Herausforderung verwandelt. Ich fand sie wirklich schwierig zu fahren, habe aber dennoch alle Stellen so erwischt, wie ich das wollte.

Marcel Beer: Ich hatte zwar grundsätzlich auch keinen schlechten Lauf, bin aber doch nicht zufrieden. Zwölf Sekunden auf die Spitze zu vergeben – das ist einfach zu viel. Aber in solchen Momenten muss ich mich auch immer wieder daran erinnern, dass ich erst wieder im Aufbau bin.


Du hast dich vergangenen Winter verletzt...

Marcel Beer: Ja, ein Milz- und Nierenriss hat mich weit zurückgeworfen. Ich konnte mich deswegen nicht richtig auf die Saison vorbereiten. Vor allem konditionell bin ich noch nicht dort, wo ich hin will.


Wo wollt ihr denn generell hin? Welche Ziele habt ihr euch gesetzt?

Nick Beer: Ich bin jetzt auf den 11. Weltrangplatz vorgerückt. Mein Ziel ist und bleibt: Ich will unter die Top Ten im Weltcup. Am kommenden Wochenende will ich an den Weltcuprennen in Kanada ein gutes Resultat fahren. Das Rennen am Wiriehorn bot mir eine tolle Vorbereitung für Topleistungen im Weltcup.

Marcel Beer: Und ich will vor allem wieder zu meinem Bruder aufschliessen (lacht). Im Ernst, ich muss sportlich wieder vorankommen. Ich wünsche mir auch, wieder in ein Profiteam aufgenommen zu werden, denn Sport und Job unter einen Hut zu bringen, ist stressig.


Nick, du hingegen lebst nun vom Sport. Wie läuft es mit deinem Team?

Nick Beer: Es ist alles viel professioneller geworden. Ein Team-Manager, ein Arzt und ein Mechaniker begleiten uns an die Rennen. Das alles ist toll, denn so kann ich mich völlig auf die Wettkämpfe konzentrieren.

Auszug aus den Ranglisten

Women: 1. Franziska Ebinger, Wynigen, 6.22.863; 2. Fabienne Kratzer, Grossaffoltern, 6.25.129; 3. Nathalie Daeppen, Zofingen, 6.30.427. Senior: 1. Daniel Wolf, Homberg, 4.55.385; 2. Markus Hartmann, Rüttenen, 5.20.779; 3. Maurus Bieri, Mellingen, 5.30.465. Ferner: 16. Patrick Bischoff, Grindelwald, 5.55.449. Junior: 1. Freddy Hunziker, Thun, 5.56.044; 2. Matthias Rast, Homberg, 5.03.078; 3. Didier Klaey, Ederswiler, 5.13.134. Ferner: 4. Michael Fuhrer, Brienz, 5:14.043. Men: 1. Mathe Huesler, Oberkirch, 4.41.552; 2. Julien Rosse, Court, 4.44.216; 3. Cedric Bourquenoud, Albeuve, 5.02.907. Junior female: 1. Carina Cappellari, Walenstadt, 6.12.233; 2. Kim Schauff, Lengnau (AG), 6.31.417; 3. Joanne Muoser, Oberägeri, 6.58.188. Elite Women: 1. Miriam Ruchti, Sennhof, 5.27.200; 2. Martina Brühlmann, Aarburg, 5.52.060; 3. Noemi Derron, Solothurn, 6.19.096. Masters: 1. Michael Stammbach, Zofingen, 4.53.981; 2. Samuel Aklin, Unterägeri, 4.59.372; 3. Heinz Hostettler, Rothrist, 5.00.777. Junior male: 1. Aari Barrett, Havelock North (Neuseeland), 4.40.571; 2. Lucas Meyer, Zofingen, 4.52.538; 3. Marius Paccolat, Vollèges, 4.53.538. Elite Men: 1. Nick Beer, Matten, 4.20.044; 2. Nathan Rankin, Levin (Neuseeland), 4.30.799; 3. Marcel Beer, Matten, 4.30.915.

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