31.08.2012

Biker vs Wanderer!

In diesem Zeitungsartikel wird mal Klartext geschrieben, genau nach meinem Geschmack! Nicht alle sind wir jung, wild und ohne Kohle unterwegs. Ein Kanadier muss diese Weisheit verbreiten. Ich sag das schon lange, nur hören mir immer nur die Falschen zu;)

Wintersportorte

Neues Standbein gesucht

Reisen-Freizeit
In der Schweiz zählt das Bündnerland zu den Mountainbike-Pionieren. Im Bild ein Biker auf dem Vorabgletscher.
In der Schweiz zählt das Bündnerland zu den Mountainbike-Pionieren. Im Bild ein Biker auf dem Vorabgletscher. (Bild: PD)
Traditionelle Winterdestinationen wie Flims, Davos, Crans-Montana oder Verbier versuchen immer häufiger, mit Bike-Strecken und -Parks im Sommer eine neue Zielgruppe zu erschliessen. Sie versprechen sich davon einen saisonalen Risikoausgleich.
Barbara Meixner

«Zuallererst muss man von der Vorstellung abkommen, dass Mountainbiker alle jung, wild und arm sind», erklärt Rob McSkimming, Manager des kanadischen Ski- und Bike-Resorts Whistler Blackcomb. Diese Erkenntnis sei der erste Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Mountainbike-Destination. Als sportliche Vorreiter begannen die Kanadier bereits in den achtziger Jahren damit, Bike-Trails und Bike-Parks als Ausgleich zum Wintergeschäft zu etablieren und zu vermarkten. Intensive Investitionen wurden jedoch erst ab 1999 getätigt. In einer Zeit, als die Fahrradindustrie die Angebotspalette für abfahrtsorientierte Kundenschichten ausbaute und Downhill, Freeride und Slopestyle an Bedeutung gewannen. Seither haben sich laut McSkimming über eine Million Gäste in Whistler auf ihre Räder geschwungen, Trails und Parks genutzt und die erheblichen Investitionskosten längst wieder «hereingefahren».

Hohe Investitionen

Whistler gilt in der Mountainbike-Szene als Paradebeispiel in Sachen Konzeption, Angebot und Vermarktung. «Sogar aus Europa kommen Vertreter von bekannten Tourismusdestinationen angereist, um sich von den erfahrenen Experten zu diesem Thema beraten zu lassen», sagt McSkimming. Wer konzeptionell und strategisch die richtigen Entscheidungen trifft, kann das in Skilifte und Pisten investierte Kapital und die ortsansässigen Arbeitskräfte auch im Sommer einsetzen und so ein Brachliegen der vorhandenen Ressourcen vermeiden.

Allein das Anbringen von Schildern mit der Aufschrift «Bike-Resort» hilft beim Streben nach einem lukrativen Geschäft nicht weiter. Hinter einer erfolgreichen Vermarktung steckt ein komplexer Prozess. Das weiss auch der Bündner Rafael Rhyner. Er beschäftigt sich mit seiner Firma Trailworks seit vielen Jahren mit Konzeption, Bau und Planung von Bike-Parks und Mountainbike-Trails und berät interessierte Tourismusregionen, die ein Angebot für die attraktive Zielgruppe aufbauen möchten. Rhyner hat zusammen mit seinem Geschäftspartner früh erkannt, dass viele Skigebiete in den Alpen einen profitablen Ausgleich zum Wintergeschäft suchen. «Die Sommerauslastung der Bergbahnen wird immer mehr zum Thema, und gleichzeitig begeistern sich immer mehr Freerider und Snowboarder aus dem Wintersportbereich für den Bike-Sport.» Dieser Trend hat viel damit zu tun, dass technisch ausgereifte Fahrräder seit einigen Jahren immer erschwinglicher werden. Durch diese Entwicklung werden kontinuierlich neue Kunden angelockt, die das Mountainbike als attraktives Freizeitsportgerät sehen.

Jedoch sind sich viele Gebiete nicht darüber im Klaren, welche Kosten und Investitionen sie bei der Umsetzung ihrer Mountainbike-Pläne zu gewärtigen haben. Rhyner spricht aus Erfahrung: Auf eine Machbarkeitsstudie, die sich speziell mit den Voraussetzungen der Region auseinandersetzt, folgt gewöhnlich die Konzeption von unterschiedlichen Streckenvarianten. Rhyner: «In der Regel kann man beim Bau einer Bike-Strecke mit Kosten von rund 30 000 bis 100 000 Schweizerfranken pro Kilometer rechnen. Dies hängt vom Ausbaustandard, von der Trailbreite und vom Gelände ab.»

Wer sich nicht von den anfänglichen Kosten abschrecken lässt, stärkt auf Dauer den touristischen Gesamtbetrieb einer Region. Obwohl in den meisten Destinationen immer noch etwa 80 Prozent der Gewinne aus den Wintereinnahmen stammen, ist sich auch Cosima Page, Sprecherin der schweizerisch-französischen Region Portes du Soleil, sicher, dass strategisch durchdachte Investitionen der Region auf lange Sicht eine Dynamisierung der Sommersaison bringen. Zwölf Gemeinden im Grenzgebiet Schweiz - Frankreich haben bereits Anfang der neunziger Jahre gemeinsam beschlossen, erste Sesselliftverbindungen zwischen den Orten für Mountainbiker zu etablieren. «Natürlich kostet es viel, die Liftanlagen im Sommer laufen zu lassen. Und zusätzliche Gewinne werden im Liftbetrieb nicht gemacht. Die Öffnung der Lifte hat jedoch positive Auswirkungen auf andere Akteure der Tourismusbranche.» So profitieren gemäss Page durch die Angebotserweiterung insbesondere Geschäfte, Restaurants und Hotels. Es hat sich hier eine richtungsgebende Wirtschaft rund um das Thema Mountainbike entwickelt. «Die Vielfalt des Angebots ist entscheidend», fasst Page zusammen. Obwohl in den letzten Jahren vor allem in französischen Bergregionen eine Abnahme der sommerlichen Bettenbelegung verzeichnet wurde, sprechen die Zahlen der liftnahen Betriebe in der Region Portes du Soleil klare Worte: Die Übernachtungen steigen seit mehreren Jahren konstant an. Im Sommer 2011 konnte der Tourismusverband eine Zunahme von fast 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Dabei kamen ungefähr 15 Prozent der Gäste aus Grossbritannien. «Vor allem die englischen Besucher kommen ausschliesslich zum Mountainbiken hierher. Wandern und Erholung stehen nicht mehr im Vordergrund.»

Graubünden als Vorreiter

Neben Portes du Soleil zählt der Schweizer Kanton Graubünden zu den Pionieren im Mountainbike-Tourismus. Zwar ist das Bündnerland dank seiner Höhenlage gemäss OECD-Studien hinsichtlich der Folgen des Klimawandels eine der sichersten Regionen der Alpen. Trotzdem beschäftigt sich die Tourismusregion gründlich mit der Analyse und Etablierung von Mountainbike-Angeboten, um dem stagnierenden Wintergeschäft einen Sommerschwerpunkt entgegenzusetzen. Über 4000 Kilometer beträgt das offizielle Routennetz für Mountainbiker in Graubünden. Und auch auf Gesetzesebene zeigt sich der Kanton fortschrittlich: Wo Mountainbiken nicht explizit verboten ist, dürfen für die Ausübung des Sports auch die Wanderwege genutzt werden.

Gieri Spescha, Kommunikationsverantwortlicher bei Graubünden Tourismus, ist sicher, dass in den neunziger Jahren der richtige strategische Weg eingeschlagen wurde. «Entgegen immer noch kursierenden Vermutungen sind Mountainbiker eine sehr kaufkräftige und damit interessante Zielgruppe. Der Sommer hat im Vergleich zum Winter touristisch gesehen ein noch grösseres, unausgeschöpftes Potenzial.» Das zeigt auch eine Studie des Instituts für Tourismus und Freizeitforschung der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur: 55 Prozent der Mountainbike-Gäste übernachten mindestens einmal und geben mehr aus als Wanderer. Durchschnittlich sind es 159 Franken pro Tag.

Wieweit das sommerliche Potenzial der Alpen in Zukunft genutzt werden soll und kann, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Naturschützer betrachten die zunehmende Kommerzialisierung des Alpenraums kritisch. Die Nutzung bestehender Infrastrukturen wie Skilifte und Pisten ist jedoch nicht Hauptkritikpunkt. Roland Schuler, Vertreter der Schweizer Naturschutzorganisation Pro Natura, sieht den Konkurrenzkampf der Tourismusdestinationen als das grosse Risiko. «Im Moment setzen zu viele der Destinationen auf ein Wachstum der Angebote, was oft neue Infrastrukturen in der Landschaft zur Folge hat: Aussichtsplattformen, Bike-Trails und Fun-Parks.» Der Druck auf die Naturlandschaften nimmt dadurch immer weiter zu. «Nicht grösser und mehr sollte das langfristige Ziel sein, sondern besser und verträglicher.» Bis anhin lassen sich relativ wenige Tourismusverbände bezüglich Mountainbike-Trails und Naturschutz beraten. Wenn es darum geht, Sommerangebote im Mountainbike-Bereich umzusetzen, stehen ökonomische Entscheidungskriterien im Vordergrund.

Konzeptionell und strategisch haben die verschiedenen Alpenregionen teilweise unterschiedliche Wege eingeschlagen. Eines scheint jedoch klar: Auf das Sommergeschäft mit den Mountainbikern möchten immer weniger Tourismusdestinationen verzichten.

Link zum Zeitungsartikel!

Trüffel-Wald-Vignetten-Dilemma!


Na ich habe es doch gewusst, dass es auch anders geht! Chemineeofen kaufen und Holz anstatt Oel verbrennen. Dann sind unsere Waldbesitzer auch zufrieden. Angenehmer Nebeneffekt: Durch die Schneisen welche geschlagen werden können wir schöne neue Bike- und Skipisten anlegen;)


Und wie ist das jetzt eigentlich mit unseren Lagotto- und Trüffelliebhabern. Respektive denen welche die Trüffel suchen und verkaufen? Der Trüffelsucher ist ja bekanntlich mit seinem Arbeitsgerät, dem Schnüffelhund (meist ein Lagotto) auf der Pirsch. Unterwegs auf fremdem Boden und die Pilze die stiehlt es ja sowieso auch. Der Hund wird in der Steuererklärung in Abzug gebracht natürlich mitsamt Futterverbrauch. Alles im Nebenerwerb versteht sich. Der Sucher findet natürlich zwischendurch auch einpaar der edlen Pilze. Verkauft das Kilo für 400.-- bis 600.-- Franken an ein Restaurant und das Alles natürlich SCHWARZ! Der Trüffler gewinnt also nur. Der sollte doch die Singletrails im Wald finanzieren, würde ich fair finden.


Pimp my Stumpi!
Bashguard weg und sage und schreibe 87 Gramm eingespart:) Weiss noch nicht ob das so auch auf dem Trail funktioniert. Könnte sein, dass die Kette vom Kettenblatt springt. Die Tests werden es zeigen. Mal schauen wie das Gewicht noch mehr reduziert werden könnte? Eventuell eine Starrgaben von einem Rennvelo einbauen;)


Der Jungfraumarathon wirft seine tiefschwarzen Schatten wieder mal auf das Bödeli. Und wer finanzierts? Natürlich der Stromverbraucher (IBI Kunde)!

28.08.2012

Die lieben Waldbesitzer!

Ja was soll man da noch sagen?! Herr Flückiger und die Waldbesitzer scheinen eine neue Einnahmequelle gefunden zu haben. Wenn man allerdings mit den Gemeindearbeitern spricht welche die Wege durch die Wälder Instand- und in Ordnung halten, dann sieht die Sache anders aus. Der private Waldbesitzer muss die Wege welche durch seinen Wald führen nicht unterhalten. Muss nichts dafür bezahlen, dass der Weg gepflegt wird. Diese Aufgabe wird von den Gemeindearbeitern erledigt. Die Gemeinde macht für den Kanton eine Abrechnung und bekommt dann einen kleinen Anteil an den Peronalkosten zurück erstattet.

Diese Idee hingegen gefällt mir:)

"Was würde die Vignette ändern?
Das Geld aus dem Verkauf käme in unseren bereits bestehenden Fonds für Wald und Tourismus. Daraus könnten wir Projekte finanzieren, gefragte Erholungsgebiete aufwerten und Waldbesitzer entschädigen. Mit der Waldpass- oder Vignettenlösung könnten wir Zänkereien verhindern: Der Waldbesitzer wäre stolz auf seinen Single-Trail, und der Biker würde sich über ein tolles Angebot freuen."

Ob das wohl so einfach geht? Oder will uns Herr Flückiger seine Vignette schmackhaft machen? Wer weiss wohin das Ganze noch führt? Vielleicht können wir in Zukunft Waldstücke von den Besitzern pachten, den Wald für unsere Zwecke "unterhalten". Wie sieht das eigentlich mit dem Wald aus welcher den Gemeinden und dem Staat gehört. Gehört der nicht auch einbisschen jedem von uns?

Was ist der "Fonds für Wald und Tourismus"? Habe nirgends etwas gefunden, komisch!

Spannende Lektüre vom Kanton Bern ab Seite 24 wird es interessant: http://www.regiosuisse.ch/docs/grundlagen-fondements-basi/umsetzungsprogramme-programmes-de-mise-en-oeuvre-programmi-di-attuazione-cantonali-2012-2015/up-be-2012-2015.pdf

Auch das wenn es mal ums Jagen geht: http://www.gr.be.ch/etc/designs/gr/media.cdwsbinary.DOKUMENTE.acq/8191f8d2d01a47f58aeeeda253d1cb78-332/2/PDF/2012.0424-Vorstossantwort-D-54868.pdf











Link zum Artikel: http://www.bernerzeitung.ch/region/kanton-bern/Duerfen-wir-kuenftig-nur-noch-mit-Vignette-in-den-Wald/story/26720079

Stefan Flückiger, Sie möchten den Berner Wald einzäunen und Eintritt verlangen. Stimmts?
Stefan Flückiger: Nein. Wir wollen eine Nutzung des Waldes auch für jene ermöglichen, die nicht Waldeigentümer sind. Aber seit einigen Jahren ersitzt sich die Öffentlichkeit Leistungen, ohne sich an den Kosten zu beteiligen.

Welche Leistungen?
Insbesondere Erholungsleistungen. Nutzniesser profitieren von einer jahrzehntelangen Waldpflege, sind aber nicht bereit, sich an den Kosten zu beteiligen.

Wieso sollte der Biker plötzlich an die Waldpflege bezahlen?
Ein Erholungswald muss bewirtschaftet, alte Bäume müssen herausgeholt, Jungwald gepflegt werden. In den vergangenen hundert Jahren konnte dieser Aufwand über den Holzpreis querfinanziert werden. Und es gab deutlich weniger Erholungsuchende. Aber in den letzten Jahrzehnten zeichnet sich ab, dass die Querfinanzierung nicht mehr funktioniert und die Waldbesitzer privates Vermögen abbauen müssen, um die Waldpflege aufrechterhalten zu können.

Was kümmert es den Biker, ob alte Bäume stehen bleiben?
Ein nicht gepflegter Wald stellt langfristig ein Risiko dar. Aus politischer Sicht ist dieses nicht gross, weil die Auswirkungen einer vernachlässigten Waldpflege nicht in einer Legislatur spürbar werden.

An welche Risiken denken Sie?
Einerseits an finanzielle. Wenn man einen nicht mehr gepflegten Wald später vitalisieren will, entstehen viel höhere Kosten, als wenn man immer drangeblieben wäre. Diese müsste die Öffentlichkeit tragen müssen, weil der Waldbesitzer keine Bewirtschaftungspflicht hat. Andererseits ist es schlicht gefährlich für den Waldbesucher. Wer durch nicht gepflegten Wald geht, muss damit rechnen, etwa vom Ast eines toten Baumes getroffen zu werden.

Haftet der Waldbesitzer?
Grundsätzlich nicht. Es gibt keine abschliessenden Gerichtsentscheide. Aber Kosten entstehen bereits ab dem Zeitpunkt, wo ein Waldbesucher sich gegen ungerechtfertigte Forderungen eines Geschädigten verteidigen muss. Dafür werden im Kanton Bern jährlich Zehntausende von Franken ausgegeben. Mit dem Bevölkerungsdruck und der zunehmenden Mentalität, jemanden verantwortlich zu machen, wenn etwas passiert, gerät der Waldbesitzer zunehmend unter Druck.

Und nun: Wie viel pro Hektare fordern Sie, damit Waldbesitzer den Wald gesund erhalten?
Das kommt darauf an, von welchen Waldleistungen wir sprechen. Beim Schutz vor Naturgefahren sind die Leistungen heute gut finanziert. Dann gibt es den Bereich Grundwasserschutz. 40 Prozent des Grundwassers im Kanton Bern wird im Wald gewonnen, Bewirtschaftungsvorschriften in der Grundwasserschutzzone haben die Waldbesitzer sehr wohl, eine Entschädigung für die Grundwasserproduktion aber haben sie nicht. Wir haben die Kosten ermittelt: Sie würden 5 Rappen pro Kubikmeter Grundwasser ausmachen.

Möchten Sie jetzt also ähnlich wie in der Landwirtschaft auch im Wald eine Art Direktzahlungen für öffentliche Leistungen?
Nein, ausser im Bereich des Schutzwaldes und für Leistungen, die nur der Staat bestellen kann, wollen wir kein Geld vom Staat. Wir wollen nicht das Direktzahlungssystem kopieren, das die Macht die der Verwaltung stärkt und garantiert nicht zur Eigenwirtschaftlichkeit der Branche führt. Der Nutzniesser, der in den Wald geht, würde dieser Leistung auch nicht mehr Wertschätzung entgegenbringen. Zudem wäre der Betrag wohl abhängig von den aktuellen Staatsfinanzen.

Wie wollen Sie denn zu Geld kommen?
Das richtige Instrument wäre eine Vignette oder ein Waldpass. Statt der Haftpflichtvignette fürs Velo würden Biker und Reiter eine Waldvignette kaufen.

Und der Hundebesitzer, der im Wald spazieren geht?
Der Fussgänger bewegt sich im Wald, ohne Schäden zu verursachen. Er beteiligt sich indirekt an den Kosten der Waldpflege, indem er geholfen hat, Strassen zu finanzieren. Er ist höchstens ein Problem, wenn er bei Holzschlägen über sämtliche Abschrankungen klettert. Aber wir wollen wirklich keinen Zaun um den Wald ziehen, sondern ihn zugänglich erhalten – im Rahmen des Gesetzes.

Das Gesetz spricht vom freien Betretungsrecht im Wald.
Mit «Betreten» waren nicht Velopedale gemeint und auch nicht Steigbügel an den Füssen. Diese Betretungsformen – wie auch das Schneeschuhlaufen – hat man sich in den letzten Jahrzehnten ersessen. Leider wurde bis heute kein Zivilprozess durchgeführt, um gerichtlich zu klären, was zum Betreten gehört und was nicht. Die Nutzniesser haben sich immer mehr Rechte herausgenommen. Aber meine Haltung ist klar: Jede Form, die nicht auf den Füssen stattfindet, ist nicht mehr Betreten. Ich würde sofort eine Vignette kaufen.

Was ist schlimm, wenn Biker im Wald eine Bikerpiste einrichten?
Wenn ein Verein im Wald mit Einwilligung des Waldbesitzers eine Piste baut und aus irgendeinem Grund verschwindet, haftet der Waldeigentümer am Ende als Werkeigentümer. Für den Rückbau und weitere Schäden haftet dann der Grundbesitzer. Deshalb empfehlen wir den Waldeigentümern, nie mit Vereinen über irgendwelche Werke im Wald zu verhandeln. Es braucht eine Organisation, die sich mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht auflöst. So kann etwa die Einwohnergemeinde die Partnerschaft eingehen oder für den Verein eine Bürgschaft übernehmen. Mit organisierten Erholungsuchenden kann man so arbeiten. In grösseren Hotspots in Bern, Biel, Thun hat man das bereits im Griff. Wo man es nicht im Griff hat, ist dort, wo sich der Nutzer gegenüber dem Waldbesitzer nicht zu erkennen gibt.

Was würde die Vignette ändern?
Das Geld aus dem Verkauf käme in unseren bereits bestehenden Fonds für Wald und Tourismus. Daraus könnten wir Projekte finanzieren, gefragte Erholungsgebiete aufwerten und Waldbesitzer entschädigen. Mit der Waldpass- oder Vignettenlösung könnten wir Zänkereien verhindern: Der Waldbesitzer wäre stolz auf seinen Single-Trail, und der Biker würde sich über ein tolles Angebot freuen.

Was würde die Vignette kosten?
Damit tatsächlich Projekte realisiert werden könnten, wäre ein Preis von etwa 15 Franken pro Jahr sinnvoll. Je nach Bedarf und Projektnachfrage müsste dieser angepasst werden können.

Was ist mit jenen, die im Wald Party feiern und campieren?
Die brauchen heute schon eine Bewilligung. Aber das ist ein anderes Thema. Hier ist der Staat in der Verantwortung, dass geltendes Recht auch vollzogen wird.

Wollen Sie jetzt Grossräte animieren, sich in der laufenden Revision des Waldgesetzes für die Einführung einer Waldvignette starkzumachen?
Im Moment sind wir in der Aufklärungsphase. Es ist nachvollziehbar, dass Regierungsrat Andreas Rickenbacher das in Aussicht gestellte Verbot für Biker und Reiter zurückgezogen hat. Aber jetzt zu sagen, man habe über das Ziel hinausgeschossen, wie er es gemacht hat, zeigt, dass das Problem noch nicht erkannt ist. Für die Waldeigentümer stehen in der Revision aber auch andere Themen im Zentrum.

Glauben Sie, dass die Politik auf die Idee mit der Vignette eintreten wird?
< Die Bereitschaft der Politik, auf ein Instrument einzutreten, zeigt die Werthaltung einer Gesellschaft. Heute sollte alles gratis sein, vom Staat kommen, mit möglichst wenig Verantwortung verbunden sein, aber möglichst viel erlauben. Wir werden genau analysieren, welche Werthaltungen der Grosse Rat in der Revision aussendet.

Stefan Flückiger (41), lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Kappelen. Er ist Forstingenieur ETH, arbeitet zu 80 Prozent als Rektor der Kaufmännischen Berufsschule Emmental und zu 20 Prozent als Geschäftsführer des Verbands Berner Waldbesitzer, der die Interessen von rund 36'000 Waldbesitzern im Kanton Bern vertritt. (Berner Zeitung)


Beitrag von Heute im 10vor10:

10vor10 vom 28.08.2012


Mittwoch: Die Posse geht weiter, genau wie es Herr Flückiger geplant hat!
http://www.bernerzeitung.ch/region/kanton-bern/Die-Waldvignette-ist-ein-Schildbuergerstreich-/story/28078098

«Die Waldvignette ist ein Schildbürgerstreich»

Von Dominik Balmer. Aktualisiert um 07:45 63 Kommentare

Die Idee einer Waldvignette für Biker und Reiter stösst auf breiten Widerstand. Regierungsrat Andreas Rickenbacher spricht sogar von einem Schildbürgerstreich.

Eine Vignette fürs Biken im Wald? Die Idee stösst auf Widerstand.

Eine Vignette fürs Biken im Wald? Die Idee stösst auf Widerstand.
Bild: Keystone

Seit diesem Jahr brauchen Velofahrer in der Schweiz keine Vignette mehr. Stefan Flückiger, Geschäftsführer des bernischen Waldbesitzerverbands, möchte eine solche Vignette zumindest im Kanton Bern nun wieder einführen. Biker und Reiter sollen künftig für die Waldnutzung eine Vignette oder einen Pass für 15 Franken kaufen müssen. Der Hintergedanke: Biker und Reiter sind jene zwei Gruppen, die den Wald am stärksten in Mitleidenschaft ziehen, also sollen sie auch zahlen.

Flückigers Idee sorgte auf Bernerzeitung.ch/Newsnet für viele Kommentare, allerdings konnten sich nur die wenigsten Leser mit der Waldvignette anfreunden. Von einer «idiotischen Idee» und einem «modernen Raubrittertum» war die Rede. Ein erzürnter Leser schrieb gar: «Wenn ich für einen Waldbesuch bezahlen muss, dann gehe ich mit der Motorsäge in den Wald.»

Kritik aus den eigenen Reihen

Keine Freude an der Vignette hat auch die Velolobby. «Das ist nicht praktikabel», sagt Christoph Merkli, Geschäftsführer von Pro Velo Schweiz. Und die Velofahrer würden für eine solche Vignette ja nicht einmal eine Zusatzleistung erhalten.

Selbst in den eigenen Reihen läuft Flückiger mit seiner Vignette auf. «Das ist utopisch», lautet der Kommentar von Grossrat Fritz Ruchti (SVP). Ruchti ist Vizepräsident des Berner Waldbesitzer-Verbands und Präsident der Kommission, die das Waldgesetz im Grossen Rat vorberät. Die erste Sitzung der Kommission findet Mitte September statt. Ruchti sagt, er habe «die Fühler noch nicht ausgestreckt», aber eine Waldvignette werde politisch vermutlich keine Chance haben. Der Grosse Rat befindet dann im November über die Teilrevision des Waldgesetzes.

Zu reden gibt das Geschäft aber schon viel länger. Ursprünglich hatte der Regierungsrat ein faktisches Fahrverbot für Biker in die Gesetzesvorlage gepackt. Nach heftigen Protesten krebste die Exekutive wieder zurück. Nun soll eine Arbeitsgruppe zeigen, wie die Konflikte im Wald gelöst werden können. Die Gruppe besteht aus Velofahrern, Reitern und Waldbesitzern.

In diese Gruppe setzt auch Grossrat und Kommissionspräsident Ruchti grosse Hoffnungen. Er plädiert dafür, einen Fonds für Waldbesitzer einzurichten. Dieser Fonds soll von Bikern und Reitern geäufnet werden – und zwar freiwillig. In den Fonds einzahlen sollen laut Ruchti aber nicht Einzelpersonen, sondern zum Beispiel Reitvereine und Veloverbände. Den Vorschlag will Ruchti in die Arbeitsgruppe einbringen.

Einen anderen Weg wählten Freiburg und Solothurn. In beiden Kantonen wird die Abgabe für die Waldnutzung direkt den Steuern abgezogen. In Solothurn heisst der Obolus «Wald-Fünfliber», und in Freiburg kommt generell eine Million Franken an Steuergeldern den Waldbesitzern zugute. Solche Modelle wären auch im Kanton Bern denkbar, sagt der zuständige Regierungsrat Andreas Rickenbacher, derzeit seien sie «politisch aber nicht mehrheitsfähig».

Subventionen für Waldwege

Von einer Waldvignette hält Regierungspräsident Rickenbacher übrigens wenig. Biker und Reiter würden meist die Waldwege nutzen, sagt er. Doch für ebendiese Wege erhielten die Waldbesitzer teilweise eben auch Subventionen. Und dass nun nach dem Ende der Velovignette eine Waldvignette geschaffen werden soll, findet Rickenbacher «heikel». Mehr noch: «Das ist ein Schildbürgerstreich.» (Berner Zeitung)

27.08.2012

(Auf)Planalp!


Tageskarte und Bikeabteil!


Kartencheck!


So geht das:)


Die 2 Helden auf der Planalp:)


Kartencheck! Und Wegweiserguck.


Kartencheck und nochmals Wegweiserguck;)


Die Karte hilft, oder waren es doch eher die Wegweiser?


D "Stezzeni" ab! Steil wurde erwartungsgemäss, nicht der Trail aber das Gelände. Es war ziemlich stark abfallend!


Da war die Welt noch in Ordnung trotz Warnsignal.


Verfluchte Spitzkehren:( Gefühlte 100 Stück in der Abfahrt! Keine einzige war für uns Helden fahrbar:( Unsere Waden zitterten wie Espenlaub! Die Lenker stiessend andauernd seitlich gegen die Felsen! Weiter unten wurde es dann aber viel besser:)

26.08.2012

Abeberg mit DownhillBänzli:)


DH-Bänzli ist bereit für die Abfahrt. Im ersten Teil lief er "geduldig" hinter mir her. Bei der ersten Pause flitzte er an mir vorbei und wollte von da an nur noch voraus rennen!


Erstes Bad beim Uphill. Ich habe die Wasserflasche Zuhause vergessen, Bänz spielte das keine Rolle.


Zweites Bad kurz vor dem Ende der Abfahrt.


Zuhause gab es Wurst für Bänzli und ein Bier für mich:)

25.08.2012

(Ab)Planalp!


Von Schwanden aus ging es über Glyssen nach Sitschenen. Zuerst noch mit Zugmachine Bänzli, später nur noch mit Muskelkraft.


Ab Sitschenen war Velowandern angesagt. Der Wasserhanh auf Baalen kam uns gerade gelegen um unsere Flaschen aufzufüllen:)


Das "öffentliche" WC auf Baalen. Von hier weg konnte man einen Teil des Trails wieder fahren.


Die Querungen der Gräben und Bäche war streng und teilweise ging es ganz schön runter.


Die Aussicht auf Brienz. Very beautiful:)


Die letzte steile Rampe und wir hatten die Planalp erklommen. Verdientermassen gab es Bier, Schorle, Chäsbrätel und ein Speckröschti:)


Für die Abfahrt entschieden wir uns für den Trail, welcher uns auch schon beim Uphill am besten gefiel.


Etwa auf halben Weg zurück nach Baalen, war der Trail erst gerade frisch gemäht worden. Es war eine Freude über den Waldbodentrail zu brettern.


Wiesentrail satt! Kaum Steine und Wurzeln. Das gefiel auch der Frau, der perfekte Frauentrail also.


Im Untersten Teil kamen dann doch noch ein paar Wurzeln und Steine dazu. Aber wirklich ein Hammertrail kaum technische Schwierigkeiten sehr flowig, genau so wie das sein muss nach dem harten Uphill:)


Die verdiente Abkühlung für Mensch und Tier gab es zum Schluss im Glyssibach:)

Ich frag mich schon wieso ich noch nie per Bike in meinem "Heimatort" war? Ein neuer Geheimtip für Abfahrer welche nicht Uphill-faul sind!