22.09.2014

Specialized Enduro Elite 650B

Specialized Enduro Elite 650B

Leichter, flacher, schneller!
Okay! Ich geb es ja zu, vor etwa einem Jahr hat mich die 650B Euphorie noch kalt gelassen und ich hab ziemlich rumgelästert über die wischi-waschi-Laufradgrösse. Nun hat sich aber zum Glück auch Specialized dazu durchgerungen die Enduro- und Stumpjumper EVOs auf 27.5 Zoll Räder zu stellen. Und mir als altem Stumpjumper EVO Anhänger gefiel das natürlich enorm. Um den Federweg vom Trek Remedy einigermassen beizubehalten, musste es diesmal allerdings anstelle des Stumpjumpers das brandneue Enduro Elite 650B sein.
No Carbon, nur Kondition!








13.5 Kilo und kein Gramm Kohlefaser!
Mit 165 mm Hinten und 160 mm Vorne federt das Bike etwa auf dem gleichen Niveau wie das Remedy. Welches mit 29 Zoll Laufrädern über 140 mm Federweg verfügte. Das Gewicht ist mit 13.5 Kilo sehr passabel in diese Bikeklasse, wenn man bedenkt, dass kein Gramm Carbon am Bike verbaut ist. Der Lenkwinkel ist mit 65.5 Grad perfekt flach und raufpedalen lässt es sich entspannt, dank steilem Sitzwinkel und dem hauseigenen Slaughter Reifen.

Der in der Mitte fast profillose Slaughter Reifen rollt gewaltig, hat aber dank monströsen Seitenstollen einen excellenten Kurvenhalt! 
 






Fahrwerk!
Die bewährte Rock Shox Pike in der Front, federt ein Wenig straffer wie die Fox 32. Man fühlt sich dadurch aber sicherer, weniger schwammig, die Gabel ist steifer und man lenkt messerscharf in die Kurven ein.
Die Pike, eine Macht in der Enduro Gabel-Klasse.










Der Cane Creek DB Inline- Dämpfer ist mit vielen Einstellmöglichkeiten ausgestattet, fast zu viele für meinen Geschmack. Zum Glück werden Tunings dazu mitgeliefert. Einerseits das Cane Creek Tuning und dann noch eins von Speci, welches speziell für das jeweilige Bikemodell erstellt wird. So kann man sich an die perfekte Einstellung rantasten. Der Dämpfer spricht sehr fein an und der Lockout beruhigt das Fahrwerk beim Raufpedalieren. Dämpferdeit: Ich habe den Rock Shox Monarch eingebaut. Das Bike fährt sich nun viel besser. Der Cane Creek rauscht ungedämpft durch den Federweg trotz kompletter Spacefüllung in der aussenliegenden Luftkammer. Ein gescheites fahren von Anliegern und abdrücken über Sprünge war fast nicht möglich. Der Monarch ist der Hammer. Für einen Tourenfahrer, welcher einfach einbisschen mehr Federweg braucht ist der CC okay. Wenn man das Bike aber auch mal durch den Park jagen will und mit viel Druck fährt, dann funktioniert der CC nicht wie gewünscht!

Cane Creek DB Inline: Einstellungen High- + Lowspeed Druck- sowie Zugstufe. Unten der güldene Lockout-Hebel.

Die spezielle Dämpferaufnahme von Specialized.








Als Bremse wurde die neue SRAM Guide verbaut. Grosse Bremsscheiben sollen für genügend Verzögerung sorgen. Ich bin mir noch nicht so sicher wie lange diese Bremse an meine Bike bleibt. Bei den bisherigen Abfahrten, war das Fading gerade noch erträglich. Wenn man sich aber Shimano XT Power gewohnt ist, dann wird sich da wohl noch was ändern.


Der Griff und die Einstellung für die Griffweite gehen in Ordnung. Die Designer der Bremsscheibe wurden wohl inzwischen entlassen!









Einfacher geht’s nicht!
Die verbaute SRAM X1 Gruppe hat mich überzeugt! 11-fach Schaltung hinten und nur ein Kettenblatt vorne. Das Cockpit sah noch nie so aufgeräumt auf und der Komfort ist super. Die Kurbel hat 34 Zähne und Hinten ist ein Ritzelpacket 10-42 verbaut. Bislang kam ich jeden Berg mit dieser Kombi hoch. Für längere Anstiege ist es aber schon empfehlenswert vorne ein 32 er Kettenblatt zu montieren.


X1 Kurbel mit Specialized Kettenführung für einen bombenfesten Halt der Kette.










Sessellift!
Die bewährte Command Post Sattelstütze erspart das Absenken der Sattelstütze von Hand. Der Zug ist im Rahmen verlegt. Die Ausfahrgeschwindigkeit kann per Luftventil eingestellt werden. Wobei die Stütze auch bei minimaler Befüllung ausschlägt wie ein junger Hirschbock. Hier ist vor allem bei den Herren der Schöpfung viel Gefühl gefragt.

Schicke Systemintegration. Anstelle des Schalthebels für den überflüssigen Wechsler der Schaltung vorne, wurde der Remotehebel für die Sattelstütze montiert. Das Design ist genau gleich wie das des Schalthebels.

Das Ventil für die Einstellung der Ausfahrgeschwindigkeit, sitzt nun unter dem Sattel. Sehr clever.









Die neuen kleinen Laufräder!
650B oder 27.5, das ist  die neue Grösse der kleinen Laufräder. Denn 26 Zoll wir wohl in Zukunft verschwinden. Alles halb so wild, denn wir haben sie wieder, die 2 Laufradgrössen. Nun zu den Roval Laufrädern, die Eigenmarke von Specialized. Ich war natürlich vom Mavic Crossmax Laufradsatz sehr verwöhnt. Schlauchlos geht da wie von selbst. Der Roval lässt sich ebenfalls schlauchlose fahren. Den werde ich sicher in der nächsten Zeit umbauen. Das einzige was mir nicht so gefällt ist die Einspeichung des Vorderrades, da sind auf der einen Seite nur 8 Speichen montiert. Ob das wohl hält bei meinem Fahrstil?

Nur 8 Speichen, zum Glück auf der richtigen Seite.









Fazit nach 14 Tagen back on Specialized:
Sehr wendig und extrem verspielt ist das neue Enduro! Einzig bei Highspeed ist das Bike weniger gut unter Kontrolle wie das 29er Remedy. Ist aber klar Aufgrund des kurzen Hinterbaus und der kleineren Laufräder. Bergauffahren geht sehr leicht und mit geschlossenem Dämpfer ist der Hinterbau sehr ruhig. Die Federelemente sind Klasse und harmonieren sehr gut miteinander. Über die Sprünge auf dem  Biketrail ist mal wieder richtig Spass angesagt. Eine runde Sache das neue Enduro, das beste Bike das ich je gefahren bin. Ob ich überhaupt noch ein Downhillbike brauch? Wer weiss?

The Big S goes 650B! I LIKE!

Kommentare:

Soeren Hohmann hat gesagt…

hallo, bin auf deinen blog gestoßen, da ich das gleiche bike fahre. bin auch mit dem dämpfer unzufrieden. welchen monarch hast du verbaut, und was ist zu beachten dabei.

Tom hat gesagt…

Debonair mit der speziellen Aufnahme für die Specis

Tom hat gesagt…

Bei Rahmengösse M kriegst du keine Flache mehr in die Halterung!