29.11.2016

Was Trainpferde alles dürfen!

Trainpferde gäll! Nicht TRAILpferde!

Ja sag mal, das hab ich Heute von unserer Bauverwaltung bekommen. Da hat die Dame doch gleich noch gemeint, dass Sie mich mit dem Gesetzesartikel erwischt gäll? Die rote Markierung ganz unten stammt übrigens von mir;) Arbeiten mit Pferden im Wald abseits von Wegen ist ja dann wohl auch ein tabu, aber zum Glück bewegen wir uns ja auf einem WanderWEG:)
So nun kommts aber knüppeldicke! Rot ist von mir!
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Sehr geehrter Herr Abplanalp

Gerne nehmen wir wie folgt Stellung zu Ihrer E-Mail Nachricht vom 21. November 2016:

Unterhalt Wanderwege

Sanierung Wanderweg Heimwehfluh – Fürst – Aebendberg

Begründung:
Der Zustand des Wanderweges wurde von einzelnen Benützern kritisiert und bei einer Begehung durch das Bauamt wurde festgestellt, dass Tele des Wanderweges bis Abendberg saniert werden müssen.

Schadensbild
Durch das Befahren des Wanderweges mit Bikes, entstanden an diversen Stellen Spurrinnen, die vor allem durch das Abbremsen der Bikes entstanden sind. Die 5 – 10 cm tiefen Spurrinnen wird durch Regen- und Schmelzwasser immer weiter ausgespült, was beim Wandern zu unangenehmen und gefährlichen Misstritten führen kann.

Schadensbehebung
Um die Schäden zu beheben wurde entschieden, eine Mergelplanie einzubauen, wie das bei Fusswegen üblich ist und immer wieder angewendet wird (Z.B. Wanderwege Wagneren – Heimwehfluh, Straubhaar – Ringweg, Ringweg – Hohrugen, Rugenmatte – Waldgarten, Galgenhubel – Rugenmatte, Martinsbrünneli – Heimwehfluhweg, Fürst – Därligen).

Mergelplanie:
Mergelplanie ist eine Mischung aus Kies 0 – 20 mm und Mergel. Beides wird in Kiesgruben abgebaut. Mergel ist ein Naturprodukt und besteht aus ca. 35% Kalk und 65% Ton. Die verwendete Mergelplanie wurde in Reutigen produziert. 

(Mergel produziert man auch in der Nähe. Nur so wegen den Tranportwegen.)

Transport:
Die Zugänglichkeit eines Wanderwegs entscheidet über die Einbautaktik und den anfallenden Transport.
Bei der Sanierung des Wanderweges Abendberg bot sich die Gelegenheit den Transport des Einbaumaterials mit der Trainkolonne 13 der Armee zu bewältigen. Die umweltfreundliche und kostenneutrale Variante ist für die Gemeinde Matten ein Glücksfall.
Im Normalfall wird der Transport mittels Motorkarreten oder „Bräneten“ im Rücklaufverfahren durchgeführt. Notfalls auch mit Helikopter

(Die Forststrasse verläuft mehr oder weniger parallel zum Wanderweg)

Einbau:
Die notwendige Menge Einbaumaterial wurde ab Pferd seitlich am Wegrand deponiert und später von Hand auf die ganze Wegbreite verteilt und verdichtet. Um einen stabilen Wegbau zu erreichen, wird eine Einbauschicht von 5 cm benötigt. Dies ergibt einen Verbrauch von ca. 50 bis 75 kg pro m2 und kostet ca. 1.80 CHF pro m2.

Zuständigkeit:
Waldgesetz des Kantons Bern
Die Gemeinde ist für den Unterhalt beziehungsweise die Sicherheit der Wanderwege zuständig.

Gesetzgebung
Waldgesetz des Kantons Bern
Art. 22; Reiten und Radfahren im Wald abseits von Wegen und besonders bezeichneten Pisten ist verboten.
Art. 46; mit Bussen bis zu 20‘000 CHF wird bestraft, wer vorsätzlich abseits von Wegen und besonders bezeichneten Pisten reitet oder Rad fährt.


Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Freundliche Grüsse
BAUVERWALTUNG MATTEN

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